„Sozial- und Wirtschaftspolitik besser verkoppeln"

v.l.: Dr. Mathias Middelberg, Monika Schnellhammer, Leiterin der Fachambulanz Suchtprävention, Conrad Tönsing, Geschäftsbereichsleiter Suchtprävention, Yvonne Meiners, Sozialtherapeutin, und Günter Sandfort, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück.

v.l.: Dr. Mathias Middelberg, Monika Schnellhammer, Fachambulanz Suchtprävention, Conrad Tönsing, Geschäftsbereichsleiter Suchtprävention, Yvonne Meiners, Sozialtherapeutin, und Günter Sandfort, Geschäftsführer des Caritasverbandes

„Sozial- und Wirtschaftspolitik müssen mehr miteinander ins Gespräch kommen und mehr an einem Strang ziehen.“ Dieses Fazit zog CDU-Bundestagskandidat Dr. Mathias Middelberg nach einem „Praktikumstag“ beim Osnabrücker Caritasverband.

Die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt zum Beispiel erfordere eine doppelte Betrachtung " aus dem Blickwinkel des Betroffenen, der eine Arbeitsstelle suche, aber auch aus des Sicht des Unternehmers, der an qualifizierten und engagierten Mitarbeitern interessiert sei. „Behinderte sind häufig motivierter und zuverlässiger als nicht behinderte Kollegen.

Sie stehen überdurchschnittlich treu und zuverlässig zu ihrem Arbeitgeber“, betonte Caritas-Geschäftsführer Günter Sandfort. „Häufig überschneiden sich sozialpolitische und wirtschaftliche Interessen, ohne dass den Betroffenen dies bewusst ist“, betonten Middelberg und Sandfort übereinstimmend. Beide vereinbarten, eine gemeinsame eine Tagung zu organisieren, bei der die in der Integrationsarbeit Tätigen systematisch mit mittelständischen Unternehmern aus der Region zusammen geführt werden sollen, um Kontakte zu intensivieren und konkret für die Einstellung behinderter Menschen zu werben.

Bundestagskandidat besucht Caritas

Bei der „Kindermahlzeit“ im „Haus der Sozialen Dienste“, Johannisstr. 91, v.l.n.r.: Günter Sandfort, Rita Middendorf, Leiterin der „Kindermahlzeit“, Ulrich Kupczik, Stellv. Caritasdirektor, Mathias Middelberg.

Die Integrationsarbeit war aber nur ein Feld der Caritas-Arbeit, das der Bundestagskandidat im Rahmen eines „Praktikumstages“ kennen lernen konnte. Middelberg informierte sich ebenso über die „Allgemeine Soziale Beratung“, über die Familienberatungsangebote des Sozialdienstes katholischer Frauen und über das Projekt „Kindermahlzeit“, bei der Kinder mit Familienpass ein frisch zubereitetes, gesundes Mittagessen für 1 € erhalten können.

Einen Schwerpunkt des „Praktikumstages“ bildete die Information über die Caritas-Arbeit in der Suchtprävention und Rehabilitation. Middelberg besuchte das Wohnprojekt „Betreutes Wohnen für Suchtgefährdete“ in der Osnabrücker Lohstraße und die Rehabilitationsklinik Nettetal in Wallenhorst. Zentrales Thema war dabei auch die jüngere Entwicklung beim Alkoholkonsum Jugendlicher " Stichwort „Koma-Saufen“. Middelberg lobte die Aufklärungsarbeit der Caritas in diesem Zusammenhang als vorbildlich: „Wenn mancher Kirchensteuerzahler wüsste, wie sinnvoll sein Geld hier investiert wird, würde er sich den Austritt aus der Kirche sorgfältig überlegen“.

In der Geschäftsstelle der Caritas

In der Geschäftsstelle der Caritas

Nach dem abschließenden Gespräch stellte der Bundestagskandidat anerkennend fest: „Was besonders beeindruckt, ist die erkennbar hohe Motivation, mit der die im sozialen Bereich hier Tätigen unterwegs sind.“

Osnabrücker Sonntagszeitung, 2. August 2009